Hessische Schüler müssen auf kostenlose Äpfel und Bananen verzichten, obwohl die Europäische Union die meisten bezahlen würde. CDU und FDP lehnten am Donnerstag eine Beteiligung am Schulobst-Programm aus finanziellen Gründen ab.
FDP-Fraktionssprecher Marco Krause teilte mit, das Programm sei "wünschenswert, aber wir sehen zur Zeit keine Gegenfinanzierung". Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Axel Wintermeyer, sagte, "aufgrund der angespannten Haushaltslage" sei das Programm "derzeit leider nicht finanzierbar". Bei der CDU-Fraktionsklausur sollen Abgeordnete noch andere Einwände erhoben haben. So sei die Befürchtung geäußert worden, dass Hartz-IV-Empfänger mit Obstwünschen kommen könnten, wenn man Schüler kostenlos bedenke. Das berichtete die Hessische-Niedersächsische Allgemeine.
SPD, Grüne und Linke reagierten empört. Der SPD-Gesundheitspolitiker Thomas Spies warnte: "Es gibt einen relevanten Teil von Kindern, die nie frisches Obst sehen." Die Grünen-Abgeordnete Angela Dorn forderte, Ministerin Silke Lautenschläger (CDU) müsse "jetzt endlich einmal Durchsetzungskraft an den Tag legen" und die kostenlose Verteilung auf den Weg bringen. Linken-Fraktionschefin Janine Wissler sprach von einer "kinderfeindlichen Politik". Kommentar R4


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